Wieso kann man sich selber nicht kitzeln?



Die Antwort liegt im Kleinhirn, welches auch dabei hilft, die Motorik zu steuern. Studien haben gezeigt, dass das Kleinhirn körperliche Empfindungen voraussagen kann, wenn sie vom eigenen Körper vorgenommen werden, aber nicht, wenn sie von jemandem anderen vorgenommen werden. Wenn du nun versuchst, dich selber zu kitzeln, dann sieht das Kleinhirn dies voraus und dies wiederum wird gebraucht, damit andere Gegenden des Gehirns gar nicht erst auf das Kitzeln reagieren.



Es wird in zwei Gehirngegenden festgelegt, wie du auf Kitzeln reagierst. Der somat0sensorische Kortex steuert die Reaktion auf eine Berührung und der anteriore cinguläre Kortex verarbeitet angenehme Informationen. Beide Regionen reagieren weniger, wenn du dich selber zu kitzeln versuchst, als wenn du gekitzelt wirst.


Man sagt, dass Lachen die beste Medizin sei. Es gibt natürlich Ausnahmen – wenn du zum Beispiel zu Tode gekitzelt wirst oder zumindest so stark, dass du fast in deine Unterhose machst. Gekitzelt zu werden ist aber nicht immer ein negatives Erlebnis. Es gibt zum Beispiel Eltern, die ihr Baby kitzeln bis ein leichtes erfreutes Kichern zu hören ist oder Liebhaber, welche zum Flirten oder als Vorspiel kitzeln.


Nachfolgend findest du einige interessante Fakten zum Kitzeln:


  1. Kitzeln hilft uns, Bindungen zu vertiefen



Kitzeln verursacht nicht nur Gelächter, es hilft auch dabei Bindungen zu vertiefen. Schon Charles Darwin stellte fest, das Kitzeln hilft, Bindungen zu vertiefen. Wenn eine Mutter ihr Kind kitzelt, lacht dieses und die Mutter kitzelt noch etwas mehr, was die Verbindung zwischen Mutter und Kind stärkt.



2. Die Punkte, an denen man gekitzelt werden kann, sind weltweit die gleichen.




Wo solltest du als nächstes kitzeln? Am meisten ist man an der Seite des Oberkörpers kitzlig – von der Achselhöhle bis zur Taille. Und an den Fusssohlen.



3. Kitzeln kann Folter sein




Die alten Römer haben Kitzeln als Bestrafung benutzt. Sie banden die Leute an, machten eine Salzlösung an die Fusssohle und liessen dann Ziegen daran lecken.


4. Kitzeln ist Flirten




Wenn du erwachsen bist, ist es sieben mal wahrscheinlicher, dass du von jemandem des anderen Geschlechts gekitzelt wirst. Studien haben gezeigt, dass der häufigste Grund, jemanden zu kitzeln ist, das man dem anderen seine Zuneigung zeigen will.



5. Je älter du wirst, desto weniger wirst du gekitzelt.




Bei Leuten unter 40 ist es 10 Mal wahrscheinlicher, dass sie in der letzten Woche gekitzelt wurden als bei Personen über 40.



6. Männer werden lieber gekitzelt als Frauen.



Fast doppelt so viele Frauen wie Männer finden Kitzeln unangenehm.






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